wegweisendes coaching
 20. Juni 2017

Raus aus der Grübelfalle

Raus aus der Grübelfalle

Ich werde nie eine glückliche Partnerschaft führen…. ich werde es nie schaffen erfolgreich zu sein…hoffentlich treffe ich die richtige Entscheidung…

Vielleicht kennst Du das auch – solche und ähnliche Schreckensszenarien aus der Zukunft, was alles Schlimmes passieren könnte, ständiges Grübeln und damit verbunden Verunsicherung und Angst.

Wir stecken so in unseren Gedanken fest, dass wir uns total blockiert fühlen und nicht mehr ins Handeln kommen. Stress pur!

Es fühlt sich an, als hätten wir die Kontrolle über unseren Verstand verloren. Als hätten sich die kreisenden Gedanken irgendwie verselbständigt und wir bewusst keine Chance mehr, aus ihnen auszusteigen.

Zugleich hält uns dieses permanente Geschnatter in unserem Kopf davon ab,  klar, ruhig und rational über Lösungswege nachzudenken.

Wie kann es gelingen, diesen Zustand zu beenden, den negativen Gedanken nicht so viel Beachtung zu schenken und wieder gelassener zu sein?

 

60.000 Gedanken am Tag

Wir haben etwa 60.000 Gedanken, die täglich – vor allem unbewusst – durch unseren Kopf flitzen und wer es schon einmal versucht hat, weiß: so einfach „abstellen“ lassen sich die Gedanken nicht.

Genauso wenig wie wir uns bewusst fürs Denken entscheiden, wenn wir nicht gerade über eine ganz konkrete Aufgabe wie eine Flugbuchung oder Reiseplanung etc. nachdenken.

Morgens werden wir wach und schwups – schon ist ein Gedanke wie aus dem Nichts da. Keine Ahnung wo er herkommt und wohin er geht, wenn er durch einen neuen Gedanken ersetzt wird. In gewisser Weise „werde ich also gedacht“ ;-)

Und genau hier liegt auch der Ansatzpunkt für einen stressfreieren Umgang und ein Weg, um aus den endlosen negativen Gedankenschleifen auszusteigen:

 

Sei BeobachterIn Deiner Gedanken

Setze dich an einen bequemen Ort.
Stelle sicher, dass Du für die nächsten Minuten ungestört bist.
Gehe in Stille, wie bei einer Meditation. Konzentriere dich auf Deine Atmung. Nimm ein paar tiefe Atemzüge zur Entspannung. Schliesse die Augen.

Nun beginne damit Deine Gedanken zu beobachten. Als wenn Du im Kino in der ersten Reihe sitzt und beobachtest, wie Deine Gedanken auf der weißen Leinwand eingeblendet werden bzw. erscheinen.
Beobachte sie nur, ohne sie zu bewerten, damit zu hadern oder sie los werden zu wollen. Taucht ein Gedanke auf, steige nicht ein, denke ihn nicht bewusst weiter. Bemerke ihn einfach, lasse ihn da sein solange er will ohne an ihm festzuhalten und lass ihn dann weiterziehen.

Sei einfach die Beobachterin, der Beobachter Deiner Gedanken.

Hilfreich ist, wenn Du Dir einen Wecker stellst und diese Übung zunächst 3-5 Minuten durchführst und täglich 1 Minute verlängerst bis Du bei 15-20 Minuten angekommen bist.
Mit einiger Übung wirst Du bemerken, dass es Dir immer besser gelingt, Deine Gedanken einfach nur neutral zu beobachten.
Begegne Deinen Gedanken mit einer inneren Haltung von kindlicher Neugierde ohne etwas erreichen zu wollen.

Auch wirst Du bemerken, dass mit zunehmender Übung mehr und mehr Ruhe in Deine Gedanken kommt.
Setze Dich also nicht unter Druck, wenn es mal an einem Tag nicht so klappt, das ist völlig normal. Mach einfach am nächsten Tag damit weiter und bleibe distanzierte Beobachterin oder Beobachter Deiner Gedanken.

Schreib mir, wie es bei Dir klappt und welche Erfahrungen Du mit dieser Übung gemacht hast.
Hat Dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn gerne!

2 Antworten zu “Raus aus der Grübelfalle”

  1. Ich kann nicht aufhören darüber nachzudenken dass dieser Blog genial ist, liebe Angela ;-)

    • Liebe Melanie, das freut mich sehr, dass Dir der Artikel gefällt! Jede(r) von uns kennt dieses Gedankenkarussel, dass soviel Energie raubt! Einmal die Perspektive zu wechseln, und mit so einer kindlichen Neugierde (oh, wie interessant, da ist gerade der Gedanke xyz) alle auftauchenden Gedanken zu beobachten, ohne sie gleich für die Wahrheit zu halten, kann soviel Erleichterung und Beruhigung bringen. Und es braucht ein wenig Übung… :-) Alles Liebe!

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