wegweisendes coaching
 10. November 2017

Stressige Gedanken auflösen mit „The Work“ ! 

"The Work" - 4 Fragen, um stressige Gedanken auflösen ! 

Vielleicht kennst Du solche stressigen Glaubenssätze: Das wird nie klappen! Dafür bin ich nicht gut genug! Ich bin schuld, dass… Diese und andere negeative Urteile über uns sind entscheidend dafür verantwortlich, dass wir uns schlecht fühlen. Höchste Zeit also, seinen Wahrnehmungsfilter auf den Prüfstand zu stellen.

Stressige Gedanken auflösen mit „The Work“ – vier Fragen, die Dir dabei helfen!

Zwischen 60.000 und 80.000 Gedanken flitzen täglich durch unseren Kopf. Genauso wie unter der Wasseroberfläche des Meeres, sind die meisten davon für uns völlig unbewusst und versteckt. Und doch beeinflussen sie entscheidend den Wellengang, auf dem unser Boot durchs Leben steuert. Denn diese Gedanken dirigieren unsere Verhaltensweisen und beherrschen unsere Gefühlswelt. Solange es sich um hilfreiche und positive Gedanken handelt, fühlen wir uns entspannt und wohl in unserer Haut. Das Gegenteil aber ist der Fall, wenn die Gedanken negativ sind.

 

Abwertende Urteile

Wir alle haben abwertende oder vorwurfsvolle Urteile über uns selbst oder die Menschen um uns herum. Dabei bestimmt das, was wir denken, sehr stark unsere Gefühle und unser Empfinden. Das Ergebnis sind belastende Emotionen wie Angst, Trauer, übergroße Befürchtungen, Selbstzweifel oder mangelndes Vertrauen in unsere Fähigkeiten. Diese Gefühle können uns im Leben begrenzen, blockieren und halten uns davon ab, das Leben zu leben, das wir eigentlich gerne leben möchten. Es entsteht sogar ein Teufelskreis, denn die stressvollen Gedanken wirken wie ein Wahrnehmungsfilter: Wir nehmen immer mehr von dem wahr, was wir ohnehin schon glauben und blenden Positives aus. Und bleiben damit in unserem Gedankenkarusell gefangen.

 

Stressige Gedanken auflösen mit „The Work“

Zum Glück lassen sich stressige Gedanken und tief verankerte Überzeugungen mit „The Work of Byron Katie“ identifizieren und ändern. Bei der Bearbeitung meiner eigenen limitierenden Glaubenssätze hat mir diese einfache und wirkungsvolle Selbstbefragungstechnik sehr geholfen. So habe ich zum Beispiel über Jahrzehnte geglaubt, dass ich in meiner Familie „zu kurz gekommen bin“. Ständig habe ich dadurch einen Mangel gefühlt. Mein Empfinden war, dass mein Bruder immer mehr hatte als ich, ein besserer Schüler war und seine Meinung für meinen Vater viel mehr zählte – ich war gefühlt „ja nur ein Mädchen“. Überall lauerten Beispiele, die meine Gedanken bestätigten. Mit „The Work“ konnte ich dieses Gedankenkarussell durchbrechen.

 

Wie funktioniert „The Work“ ?

„The Work“ besteht aus vier Fragen und Umkehrungen, die uns zu einem Perspektivenwechsel einladen. Jeder, der Neugierde mitbringt und sich offen auf die Fragen einlässt, kann diesen Prozess durchlaufen. Dazu müssen wir zuerst einen stressvollen Gedanken identifizieren, der uns belastet und diesen dann aufschreiben. Als nächstes hinterfragen wir diesen Gedanken mit den vier Fragen von „The Work“. Die Fragen sind:

 

Die 4 Fragen

1. Ist das wahr?
2. Kann Du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
3. Wie reagierst Du und was passiert, wenn Du diesen Gedanken glaubst?
4. Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?

Die anschließenden Umkehrungen ermöglichen uns einen Perspektivenwechsel. Ich drehe den Gedanken um und schicke dann meinen Verstand auf die Suche nach konkreten Beispielen, wie auch die Umkehrung wahr ist. Spielen wir das an meinem Beispiel einmal durch.

Mein limitierender Glaubenssatz ist: „Ich bin zu kurz gekommen“

1) Ist das wahr?
Ja!

2) Kann ich absolut sicher wissen, dass das wahr ist: „Ich bin zu kurz gekommen“.
Nun, 100 % kann ich nicht sicher sein, aber es fühlt sich so an, also ja!

3) Was passiert, wie reagiere ich, wenn ich diesen Gedanken glaube?
Ich bin traurig und fühle mich schlecht, klein, weniger wert, unfähig und mutlos. Ich spüre aber auch Wut und Ärger in mir aufsteigen. Ich merke, wie ich mich verspanne. Mein Brustkorb zieht sich zusammen und fühlt sich innerlich ganz hart an.

4) Wer oder was wäre ich ohne diesen Gedanken „Ich bin zu kurz gekommen“?
Ohne den Gedanken wird es gleich friedlicher in mir. Ich atme wieder, erst jetzt bemerke ich, dass ich eben die Luft angehalten hatte. Auch mein Verstand öffnet sich und gibt den Blick frei auf die Fülle, in der ich heute lebe. Jeden Monat habe ich soviel, dass ich mein schönes Zuhause genießen, genug zu essen kaufen und mir sogar Urlaube auf meiner Lieblingsinsel Samos leisten kann.

Umkehrung (ins Gegenteil):
Aus „Ich bin zu kurz gekommen“ wird „Ich bin nicht zu kurz gekommen“ bzw.“Ich habe alles bekommen“.

Beispiel 1:
Meine Eltern haben stets penibel darauf geachtet, dass mein Bruder und ich gleich viel bekamen. Bekam er ein Mofa, bekam ich Jahre später auch eines.

Beispiel 2:
Als Kind habe ich für jeden Schulausflug „Eisgeld“ bekommen, das ist ein zusätzliches Taschengeld, um mir etwas Schönes leisten zu können. Eine lieb gewonnene Tradition, die mein Papa mit fast 90 noch immer fortsetzt…?

Beispiel 3:
Obwohl meine Eltern aus einfachen Verhältnissen stammen, war es ihnen ein Herzensanliegen, mir und meinem Bruder ein Studium zu ermöglichen. Für sich selbst sparsam, waren sie in Bezug auf uns Kinder überaus großzügig.

 

Wie „The Work“ wirkt

Während ich die Beispiele für die Umkehrung finde, laufen mir Tränen der Rührung herunter. Ich spüre soviel Liebe zu meinen Eltern und Dankbarkeit für den nun offenkundigen Wohlstand, in dem ich groß werden durfte. Mit „The Work“ konnte ich die Aspekte der Wirklichkeit entdecken und integrieren, die ich bisher übersehen hatte. Das hat mir geholfen, mich mit einem alten Schmerz zu versöhnen und die Geschichte, die ich mir bisher über meine Kindheit erzählt habe, zu relativieren. Seither nehme ich die Fülle in meinem Leben viel stärker war. Ich fühle mich versorgt und erkenne, dass in meinem Leben immer schon genug da war.

Mit dieser wirkungsvollen Methode arbeite ich in meiner Beratungspraxis gerne und sehr erfolgreich. Meine KlientInnen nehmen die Umkehrungen und die veränderten Wahrheiten als überaus bereichernd wahr.

Was sind Deine stressvollen Gedankenmuster? Schreib mir, ich freue mich über Deinen Kommentar im Forum!

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